Kinderaugen

Danke Mama…! – Wenn Eltern ihre Kinder posten

Bilder der eigenen Kinder posten: Wie Eltern mit der Privatsphäre ihrer Kinder spielen.

von Pasquina Hermanns

Hier wird ein schnelles Selfie geknipst und dort mal eben das Mittagessen abfotografiert. Alles für die Likes. Über Social Media Kanäle wie Instagram und Co. haben wir das Bedürfnis all unsere Erlebnisse und Erfolge mit unseren Followern zu teilen. Auch Kinder werden schon damit groß. Aber werden sie überhaupt danach gefragt, ob sie ihr Gesicht im Internet präsentieren wollen?

 

Die Insta-Mamis

 

Eltern nehmen ihren Kindern die Entscheidung ab und bestimmen einfach selbst darüber, ob das eigene Kind den Kanal zieren soll. Viele Blogger schlagen sogar Profit aus ihrem Familienleben und berichtet über sämtliche Aktivitäten im Netz. Bilder zeigen dann die Familie beim Sonntagsausflug am See, die Kinder nackig am Strand oder zu Hause im Bett. Intime Augenblicke, die es mit der Community zu teilen gilt. Alles für die Likes! Bei anderen Eltern wird Instagram zum Kummerkasten umfunktioniert. Es werden die Probleme der Kinder beim Einschlafen diskutiert und darüber geredet welche Ängste den Nachwuchs gerade plagen. Dazu ein Bild von Mama mit Baby vorm Spiegel. Einmal gepostet, haben wir keinerlei Kontrolle darüber wer die Bilder anschaut. Darüber hinaus möchte kein pubertierender Teenager über seine früheren Schlafprobleme im Internet lesen.

 

Bit of morning tummy time and skin to skin time with my happy smiley princess 😍

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Ganz anders die Stars

 

Verglichen mit den Profilen von berühmten Persönlichkeiten, wird schnell deutlich, dass diese meist weitaus vorsichtiger mit dem Gesicht ihrer Kinder umgehen. Stars wie Blake Lively und Co. halten ihre Kinder komplett von Social Media fern. Kein niedliches Kindergesicht, das den Kanal ziert. Andere wiederum machen das Gesicht ihres Kindes unkenntlich und schaffen es somit die Privatsphäre zu wahren. Den krassen Gegensatz dazu bilden Eltern, die ihren Kindern einen eigenen Kanal erstellen. Unmittelbar nach der Geburt werden schon fleißig Bilder gepostet und Follower gesammelt.

 

 

Das Ausmaß des Internets scheint nicht jedem bewusst zu sein. Im Jahr 2015 rief die Polizei in Hagen über Facebook zur Vorsicht auf und appellierte an die Eltern weniger private Aufnahmen von ihren Kindern mit der Öffentlichkeit zu teilen. Wird ein Bild erst einmal im Internet gepostet, kursiert es für immer im Netz. Zwar ist es in der heutigen Zeit unmöglich ein Kind ohne Internet aufwachsen zu lassen, aber Eltern sollten weitaus sensibler mit den Daten ihrer Kinder umgehen und vor allem daran denken, dass auch diese eine Privatsphäre haben, die es zu schützen gilt.

 




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