Datenschutz: Zeit für Aufklärung!

Bots haben in Sekundenschnelle Antworten auf unsere Fragen und Sprachassistenten bestellen uns Klamotten…

von Simone 

… das Smartphone steuert die Heizung oder die Drohne, und und und. Sicherheit und Datenschutz ist ein wichtiges Thema in der digitalen Welt. Nur leider ist das den meistern Unsern immer noch nicht bewusst. Sie wandern völlig naiv durchs Netz und hinterfragen nicht was mit ihren persönlichen Daten, die sie überall hinterlassen, passiert. Die Maschinen sind da, werden sich unaufhaltsam weiterentwickeln, aber eine Gebrauchsanleitung für einen selbstbestimmten Umgang gibt es nicht.

Es ist aber auch alles so aufregend und toll. Tesla-Chef Elon Musk stellte kürzlich sein Start-up „Neuralink“ vor, das Direktverbindungen zwischen menschlichen Gehirnen und Computern entwickeln will. Das helfe Menschen mit schweren Hirnschäden – und mittelfristig uns allen, weil wir seiner Ansicht nach im Wettbewerb mit künstlich-intelligent gemachten Maschinen anders nicht mehr mithalten. Facebook testet gerade, wie außen getragene Sensoren Gedanken aus dem Gehirn auslesen und auf Computer oder Smartphone bringen, weit schneller als Menschen je tippen können.

 

Datenschutzverletzungen und Cyberattacken sind doch egal…

 

Gut vier von fünf Bürgern werden sich an den Vorteilen orientieren und im Trend mitschwimmen, ermittelten Lee Rainie und Janna Anderson vom Forschungs-Center Pew in Washington. Sie sammelten Prognosen von Forschern, Anwendern, Aktivisten und Journalisten. Alle waren sich einig: So wie wir trotz der Risiken eines Autounfalls weiterhin Auto fahren, vernetze man sich weiter – trotz Datenschutzverletzungen und zunehmender Cyberattacken. Etwa durch Ransomware, die alles lahmlegen kann, was über vernetzte Computer läuft: Kraftwerke, Autos oder Herzschrittmacher. Jüngstes Beispiel ist die Attacke „WannaCry“; sie nahm Daten von Computern in 150 Ländern quasi in Geiselhaft, um virtuelles Lösegeld zu erpressen.

Und bekommen wir deshalb Panik? Nein, aber zum Nachdenken sollte das einen schon antreiben. Wir brauchen Klarheit, eine Struktur und Sicherheit über Folgen digitalen Handelns. Was ist nützlich, was ist unsinnig. Momentan schreien alle „Juhuu!“, aber wo bleiben die kritischen Stimmen. Zeit für Aufklärung! Ohne erhobenen Zeigefinger, sachlich, fundiert und brauchbar für unsere Gesellschaft. Das Deutsche – Internet Institut soll schon bald Antworten und Aufklärung liefern. Noch in diesem Jahr soll das Berliner Institut damit beginnen, die ethischen, rechtlichen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Aspekte von Internet und Digitalisierung zu erforschen.

Mehr zu diesem Thema findet Ihr unter:

https://www.bildung-forschung.digital/de/video-statements-1719.html

 




Auch auf Social Medianer:

  • WannaCry? Warum wir unsere Daten nicht schützen – Teil 2WannaCry? Warum wir unsere Daten nicht schützen – Teil 2Der Sonntag ist leider schon lange vorbei, also zurück zu WannaCry. Von Harald Engelhardt Updates, Antiviren-Programme und Youporn. Diese Punkte habe ich beim letzten mal noch […]
  • WannaCry? Warum wir unsere Daten nicht schützen – Teil 1WannaCry? Warum wir unsere Daten nicht schützen – Teil 1Seid Ihr eigentlich alle noch ganz sicher? Wenn nicht: WannaCry? Von Harald Engelhardt Kaum ein paar Wochen ist der größte Ransomware-Angriff der Geschichte alt. Natürlich haben wir […]
  • Passwort: 123456Passwort: 123456Zu viele Internetuser nutzen unsichere Passwörter für soziale Netzwerke. Dabei ist es nicht schwer sich 07_dsTNtn12Ny-Whr zu merken. von Marco Scheerer 123456, 111111 und qwerty […]

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*