Der neue Beauty-Hype: Tantouring

Ladies aufgepasst! Ihr seid Fans von Contouring, Baking und Co.? Dann dürft ihr diesen neuen Beauty-Hype nicht missen.

Von Amelie Lingner

Wer sich ein bisschen für Beauty, Schminke und die neuesten Trends interessiert, hat es bestimmt schon einmal gehört – Contouring. Aber auch für diejenigen, die sich jetzt fragen „Hä?“ – keine Panik:

 

Was ist eigentlich Contouring?

Das Vorbild vieler „Beauty-Queens“ hat es vorgemacht: Kim Kardashian. Klar, dass dann alle anderen Stars mitziehen und es mittlerweile auch bei den meisten jungen Frauen angekommen ist und ausprobiert wurde. Beim Contouring geht es hauptsächlich darum, mit verschiedenen Nude- und Braunnuancen verschiedene Gesichtspartien so zu verändern, dass das Gesicht schmaler und „perfekter“ aussieht.

Ihr sehnt euch nach einer schmaleren Nase, intensiveren Wangenknochen oder allgemein nach einem schlankeren Gesicht? Indem man Contouring richtig anwendet, ist fast alles möglich. Man kann dadurch eine gewisse Dreidimensionalität erzielen, also Höhen und Tiefen an den richtigen Stellen setzen. Wer also seine Mitmenschen mit einem schmaleren Gesicht beglücken möchte, streicht dunkles Puder oder Make-Up in einer Bewegung wie eine „3“ von den Schläfen, über die Wangen, bis zum Kinn. Natürlich auf beiden Gesichtshälften. Das Wichtigste daran ist dann übrigens, die ganze Angelegenheit gut zu verblenden – also die Übergänge mit einem Pinsel weich zu zaubern. Denn trotz tonnenweiße Make-Up, soll das Ergebnis dennoch natürlich wirken. Einen Highlighter zücken, diesen auf Nasenrücken und Wangenknochen auftragen und schon besitzt man ein „makelloses“ Aussehen.

 

Was hat Backen eigentlich mit schminken zu tun?

 

Um nichts auszulassen und ihr vollends auf dem Laufenden seid und das Wort „Baking“ in Zukunft nicht mehr mit backen verwechselt, hier noch ein kleiner Exkurs dazu:

Die Idee hinter „Baking“ hat natürlich nichts mit dem backen in der Küche zu tun. Auch nichts mit gebackenen Lidschatten oder Blushes, nein. Bei diesem ebenfalls neu ausgegrabenen Trend verschmelzen Concealer und weißer bzw. sehr heller Puder durch die Körperwärme der eigenen Haut miteinander. Für den sogenannten Baking-Effekt wird zuerst also erst der flüssige Concealer unter Augen und Wangenknochen, sowie am Kinn eingearbeitet und anschließend werden die Partien  abgepudert. Dann heißt es warten. Damit die beiden Produkte ihren Sinn erfüllen und sich mit der Haut verbinden, müssen circa zehn Minuten verstreichen bis man es letztendlich verblenden kann.

 

Selbst ohne Make-Up wie von der Sonne geküsst

 

Doch nun zum eigentlichen Thema. Contouring war gestern, diesem Sommer gilt besonders eins: der neue Hype Tantouring. Es geht nicht nur Ruckzuck, sondern hält auch einige Zeit und sieht super natürlich aus – vorausgesetzt man macht es richtig. Tantouring setzt sich aus zwei Wörter zusammen. Es liegt nahe, dass diese  „Tanning“ und „Contouring“ sind. Zusammengesetzt steht es für das Konturieren mithilfe eines Selbstbräuners. Die Verbindung zwischen einem helleren und einem dunkleren Ton kann dann nämlich echte Wunder vollbringen.

Wo man beim Contouring mehrere Schichten Make-Up anwendet und somit sein ganzes Gesicht zu klatscht, setzt man beim Tantouring eher auf den natürlichen No-Make-up-Look, ohne lästiges Zeug im Gesicht. Außerdem leidet dieser selbstgemachte „Tan“ nicht unter Schweiß oder Wasser und ist einfach perfekt für einen heißen Sommer. Neben etwas Geduld braucht man für den Sommertrend drei Produkte: einen Pinsel aus Synthetik-Fasern, der am Besten abgeschrägt sein sollte und zwei Selbstbräuner. Einer der beiden sollte hier eine Nuance dunkler als die natürliche Gesichtsfarbe sein und der zweite sogar zwei bis drei Nuancen, je nachdem welchen Effekt man erzielen möchte.

 

Die Anwendung

 

Was enorm wichtig ist bevor du das Spektakel beginnst, ist es das Gesicht gründlich zu reinigen und zu peelen. Damit wird abgestorbene Haut entfernt und dein Gesicht ebenmäßig und frei von Unreinheiten. Danach ist Konzentration angesagt. Der helle Selbstbräuner wird auf das komplette Gesicht vorsichtig aufgetragen, dann lässt man die Masse eine halbe Stunde einwirken. So ist eine perfekte Grundlage geschaffen. Danach kommt der abgeschrägte Pinsel zum Einsatz. Dieser wird vorsichtig in die dunkle Nuance des Selbstbräuners getunkt und behutsam da aufgetragen, wo man normalerweise konturieren würde. Unterhalb der Wangenknochen, an den Schläfen und entlang des Kiefers. Wer das ganze Programm haben will, „tantourt“ auch noch die Nase, indem man zwei dünne Striche auf den Nasenrücken setzt. Aber Vorsicht: Ohne verblenden geht auch hier gar nichts, außer man will am nächsten Tag wie ein Indianer mit Kriegsbemalung aussehen. Nun heißt es wieder warten – und zwar etwa zwei bis drei Stunden. Danach wird das Gesicht mit einem milden Reinigungsschaum gereinigt. Viola!

 

Quelle: bellezza.robadadonne.it

 

Der Effekt hält bis zu einer Woche und verblasst Tag für Tag etwas mehr. Theoretisch braucht man also keine weitere Foundation oder Puder aufzutragen, um frisch und schön auszusehen. Falls das Ergebnis nicht wie gewünscht ausgefallen ist und man alles andere als zufrieden ist, weil das Ganze zu hart und dunkel aussieht, kann man die Flecken mit Zitronensaft korrigieren. Diesen einfach mit einem Wattepad auf die betroffenen Stellen reiben.

Übrigens: Tantouring kann nicht nur im Gesicht angewendet werden. Immer mehr Frauen setzen den Selbstbräuner ein, um zum Beispiel das Dekolleté üppiger und den Bauch muskulöser erscheinen zu lassen. Ob das wirklich das Wahre ist, sei dahingestellt.




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