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Mit Copy & Paste zum digitalen Kunstdieb

Wer würde die Kopie eines Meisterwerkes als sein eigenes Bild ausgeben? Genau das ist digitaler Kunstdiebstahl.

von Sabine Pfeiffer

Im Internet findet man bekanntlich alles, auch große Sammlungen an Kunst. Es gibt zum Beispiel Seiten wie DeviantArt die man schon als Digitale Kunstgalerien bezeichnen kann. Auch soziale Netzwerke wie tumblr, Pinterest und Instagram werden von Künstlern genutzt um ihre Werke mit anderen zu teilen und Feedback zu bekommen.

Doch es geschieht immer häufiger, das Werke eines Künstlers von anderen gestohlen werden. Auf tumblr gibt es  Blogs wie Art Theft Alert und Shop Art Theft, bei denen Kunstdiebe enttarnt werden. Unter den Dieben befinden sich nicht nur Privatpersonen, sondern auch Firmen, die mit den gestohlenen Werken Profit machen. Künstler und User in sozialen Netzwerken machen immer wieder darauf aufmerksam.

 

Was heißt hier Diebstahl?

 

Digitaler Kunstraub ist nicht dasselbe wie ein Bild aus einem Museum zu stehlen, da die Bilder sich ja im Internet befinden. Diebstahl ist das Reposten, Abpausen und Kopieren eines Werkes um es dann als sein eigenes Auszugeben. Reposten heißt ein Bild herunterzuladen und es auf der selben oder einer anderen Seite wieder hochzuladen. Das ist in Ordnung, solange man erstens die Erlaubnis des Künstlers hat und zweitens ihn auch namentlich erwähnt und auf seine Seite oder seinen Account (twitter, Instagram, tumblr, etc.) verweist.
Das Abpausen ist an sich in Ordnung, solange man nicht das Bild Online stellt und dann behauptet es wäre sein eigenes. Das gleiche gilt auch für das Kopieren. Immerhin würde man nie die Mona Lisa kopieren und dann überall behaupten, das Bild wäre das eigene – und wer ist dieser Leonardo da Vinci überhaupt?

 

Die Reaktionen

 

Es ist verständlich, dass die Künstler verärgert reagieren, wenn ihre Werke ohne ihre Erlaubnis genutzt werden. Immerhin haben sie viel Zeit und Energie investiert um etwas zu erschaffen. Wenn dann jemand einfach so behauptet es wäre seines, ist das für diese eine große Frechheit.

Es gibt zwei Reaktionen zu digitalem Kunstraub. Auf der einen Seite sind die Unterstützer der Künstler, die Diebstähle aufdecken und auch die Künstler moralisch unterstützen. Auf der anderen Seite sind die Diebe und der deren Unterstützer, die behaupten, dass alles was im Internet ist zur freien Verfügung steht. Was zumindest in Deutschland nicht stimmt. Laut §13 des Urheberecht Gesetzes muss der Urheber, also der Künstler, namentlich genannt werden.

 

Was ist jetzt erlaubt

 

 

Grafik: Kann ich das Posten
Diese Grafik von kiokushita beschreibt ganz einfach ob man ein Bild posten darf oder nicht.

 

 

Die Bilder nur mit der Erlaubnis des Erschaffers reposten und immer den Namen nennen und auf den Account verweisen. Wenn ihr nicht sicher seit wer der Urheber ist, hilft eine reverse Google Suche, den Künstler zu finden. Und natürlich könnt ihr auch die Bilder auf dem Computer speichern um sie anzusehen, aber nicht ins Internet hochladen und als eure eigenen ausgeben.

 




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