Quelle: Facebook

Facebook voller Hilfsbereitschaft und Nächstenliebe

Social Network mal anders: Nächstenliebe, Hilfsbereitschaft und Warmherzigkeit, fern ab von Hass-Kommentaren und Vorurteilen.

von Sandra M.

Wenn man in der heutigen Zeit an Facebook, Instagram und Co. denkt, bekommen viele ein mulmiges Gefühl: Fake-Profile, Hass-Kommentare und Mobbing gehören leider mittlerweile in den sozialen Netzwerken zum Tagesgeschehen. Dennoch finden sich viele Menschen beispielsweise über Facebook zusammen, um sich ehrenamtlich zu engagieren. Wenn man etwas genauer hinsieht, kann man auch heutzutage viel Nächstenliebe und Hilfsbereitschaft erfahren.

 

Hilfe für Flüchtlinge

 

Seit der Flüchtlingswelle 2015 liest man in den sozialen Netzwerken immer wieder fiese Kommentare unter jedem Artikel, der in irgendeiner Form etwas mit Flüchtlingen oder Mitmenschen internationaler Herkunft beinhaltet. Nachrichtenseiten stellen extra Personal ein, um die Kommentare unter ihren Artikeln noch unter Kontrolle zu bringen.

Doch es geht auch anders: Tausende Menschen finden sich in verschiedenen Facebook-Gruppen zusammen, um sich gemeinsam für Flüchtlinge zu engagieren und zum Beispiel bei Behördengängen, Sprachkursen oder dem Alltag hier zu helfen und zu integrieren. Vereine werden gegründet und es entstehen „Begegnungscafés“ in denen Freundschaften entstehen und sich Tandempartner für den Sprachaustausch finden. 2015 hatten sich so in Darmstadt einige Menschen zusammengefunden, die eine Spendensammelstelle für Flüchtlinge organisiert haben. Säckeweise haben hunderte Menschen Kleidung, Taschen, Bettwäsche, Spielzeug und vieles mehr gespendet, was sehr gut organisiert wurde und direkt bei den Flüchtlingen ankam.

 

Obdachlosenhilfe

 

Gerade in kalten Jahreszeiten leben Obdachlose sehr gefährlich und haben es besonders schwer, einen geeigneten Schlafplatz zu finden. Natürlich gibt es in den Städten Wohnheime für Obdachlose, in denen sie übernachten könnten, allerdings möchten dies viele nicht annehmen. Die Heime sind gerade in kalten Monaten ziemlich überfüllt, die Menschen haben kaum Privatsphäre und haben ständig Angst, dass ihnen das wenige Hab und Gut gestohlen wird. Einige Städte bieten Kältebusse an, die angerufen werden können, wenn jemand einen Obdachlosen in der Kälte liegen sieht, allerdings sind diese Kältebusse noch nicht in jedermanns Kopf, viele wissen nicht, wohin sie sich wenden können, wenn sie einen obdachlosen Menschen in der Kälte schlafen sehen.

Die Facebook-Gruppe „Obdachlosen helfen Darmstadt“ zählt über 2.000 Mitglieder, die sich regelmäßig für Obdachlose engagieren. In Darmstadt wurde ein „sozialer Zaun“ organisiert und bei der Stadt durchgesetzt. An dem Zaun werden Spenden, verpackt in durchsichtigen Tüten, anonym angehängt und können anonym von Bedürftigen mitgenommen werden. Jede Spendentüte muss beschriftet sein mit ihrem Inhalt, der Zaun ist nach Art der Spenden aufgeteilt. Klamotten hängen an anderer Stelle als Hygieneartikel, Damensachen an anderer Stelle als Herrensachen. In dem Zaun wurde viel in der Lokalpresse berichtet und einige Städte haben ähnlich Aktionen gegründet.

Jede Woche organisieren die Mitglieder der Gruppe am Hauptbahnhof in Darmstadt eine Essensausgabe für Bedürftige. Wie ein großes Buffet sehen die zusammengestellten Gerichte aus, die Teilweise als Spenden von verschiedenen Einrichtungen oder Gastronomiebetrieben kommen, oder von den Gruppenmitgliedern selbst zubereitet wurden. Vor jedem Wochenende wird in der Gruppe besprochen und abgestimmt wer was organisiert, mitbringt, was benötigt wird oder wer überhaupt Zeit findet, vor Ort zu helfen. Auch Sachspenden wie Klamotten, Schlafsäcke, Isomatten und Zelte werden angenommen und an Bedürftige verteilt.  Ein Vorplatz vom Bahnhof verwandelt sich durch Menschen, die sich in einer Facebook-Gruppe zusammenfinden jede Woche zu einem Platz voller Hilfsbereitschaft, Warmherzigkeit und Nächstenliebe, das ganze Jahr über.




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