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Rich Kids piss me off

Sie tragen nur edelste Designermarken, bereisen die Metropolen der Welt im Privatjet und schlürfen dabei Champagner.

von Leonie Kömpel

Die schwerreichen „Social Media Kids“ führen ein Leben in Saus und Braus. Auf Instagram, Facebook und sogar in ihrer eigenen TV-Serie lassen sie Normalverdiener an ihrem Luxusleben teilhaben. Von protzigen Autos bis hin zu Privatjets: Die jungen Erwachsenen wissen, wie sie das Geld der Eltern verprassen können. Sie sind mit ihrem ausschweifenden Lebensstil zur Internet-Sensation geworden. Sogar ein Buch über sie wurde veröffentlicht. Für erschwingliche 15 Euro darf man in „The Rich Kids Of Instagram – A Novel“ noch mehr über das Leben der Reichen und Schönen erfahren.

Als wäre das nicht genug, haben die Kids seit einiger Zeit ihr eigenes soziales Netzwerk. Für 1000 Dollar im Monat kann man Mitglied werden und fleißig posten. Anschauen darf sich die Schnappschüsse jeder. Das Unternehmen hinter der Plattform heißt Fox Valley Apps. Es stellt sich so vor: „Wir sind das soziale Netzwerk mit den wohlhabendsten und interessantesten jungen Menschen“, und: „Reich zu sein ist langweilig, wenn dich keiner sieht.“ Die App zum Netzwerk wurde inzwischen aus dem App Store verbannt. Apple fand die Idee offenbar unangebracht. Die Online-Version ist jedoch weiterhin verfügbar. Dort ist auch zu lesen, was mit einem Teil der Einnahmen passiert: Ein Drittel fließt angeblich in die Ausbildung von Kindern aus ärmlichen Verhältnissen. Bleibt zu hoffen, dass sich die „Rich Kids“ bei diesem Social Network eine neue Bleibe suchen und neben Posen und Posten auch mal Gutes tun.

 

Haters gonna hate

 

Doch nicht alle können sich mit den Kids über deren Reichtum freuen. Ein User im Netz schreibt: „Geld verdirbt den Charakter.“ Eine andere Userin findet „das protzige Verhalten widerlich“. Auch auf Twitter wird ihr dekadenter Lifestyle regelmäßig kritisiert. Genauso sind nicht alle Eltern mit der Selbstinszenierung ihrer wohlhabenden Sprösslinge einverstanden. Wie Huffington Post berichtete, musste Alexa Dell, die Tochter des Geschäftsführers von Computerriese Dell, ihre Accounts schließen, nachdem sie vertrauliche Daten in sozialen Netzwerken preisgab. Im Stern wird in einem Artikel erklärt, „wie die Protz-Kids auf Instagram ihre Eltern auffliegen lassen“. Bei Finanzstreitigkeiten dienen mittlerweile immer häufiger die Schnappschüsse des verwöhnten Nachwuchses als Beweismittel dafür, dass die Bankkonten der Eltern doch nicht so leer sind, wie diese behaupten.

Trotz der Kritik freuen sich die Stars der Selbstinszenierung über 386.000 Follower auf Instagram. Auf Facebook sind es mehr als 48.000 Likes. Auch der Blog auf tumblr scheint gut anzukommen. Ob die Follower die „Rich Kids“ nun hypen oder veralbern, wissen nur sie selbst. Eine gewisse Faszination scheint von dem Lebensstil der Ultrareichen jedoch auszugehen, sonst wären auch andere Formate wie „Keeping up with the Kardashians“ oder Serien wie „O.C. California“ nie so erfolgreich geworden wie sie es heute sind.

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Wer schon immer einmal wissen wollte, wie die Kinder der Superreichen ihre Freizeit verbringen, wird hier fündig. Die Bilder kommen stilecht in vergoldeten Bilderrahmen daher. Sie stammen aus dem Instagram-Account „richkidsofinstagram“.

 

 




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Ein Gedanke zu “Rich Kids piss me off

  1. Viele dieser rich Kids wissen einfach nicht zu schätzen, was sie tatsächlich haben. Und auch wenn diese reichlich Follover haben, glücklicher sind sie meist dadurch nicht.

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