Selbstversuch: Eine Woche ohne Facebook – Teil 2

Wie sich die zweite Hälfte meiner Facebook-freien Woche angefühlt hat und was sich geändert hat.

von Julia Roß

 

Tag 4 ohne Facebook

 

Heute morgen hatte ich weder das Bedürfnis, mich in Facebook einzuloggen, noch auf Spiegel Online Nachrichten zu lesen. Englisch stand heute auf meinem Stundenplan, wozu ich immer circa eine halbe Stunde zu früh da bin und die Zeit mit Facebook und chatten verbringe. Da keine neuen, für mich interessanten Artikel online waren, habe ich stattdessen meine gespeicherten alten Bilder auf dem Smartphone durchgesehen und einige gelöscht. Auch heute Mittag, als ich 15 Minuten Zeit zwischen zwei Terminen überbrücken musste und es sich nicht gelohnt hatte mit etwas Sinnvollem anzufangen, hat mir Facebook ein wenig gefehlt. Den restlichen Tag habe ich aber super ohne überstanden.

 

Tag 5 ohne Facebook

 

Mittlerweile fehlt mir Facebook gar nicht mehr. Ab und zu denke ich zwar daran und würde auch gerne nachschauen, was es Neues gibt. Aber es ist nichts, das unbedingt sein muss. Allerdings hätte ich gerne etwas früher erfahren, dass meine Mum am Muttertag, der kommenden Sonntag ist, auf Kaffee und Kuchen eingeladen hat. Sie hat kein Whatsapp und schreibt mir deshalb auf Facebook. Erfahren habe ich davon nur, weil ich sie heute auf ihrer Arbeit besucht habe. Allerdings hatte ich aber den ganzen Tag so viel zu tun, dass ich ohnehin nicht viel in Facebook gewesen wäre.

 

Tag 6 ohne Facebook

 

Heute ist Samstag und ich war schon sehr früh wach. Normalerweise vertreibe ich mir dann die Zeit in Facebook. Heute habe ich stattdessen mein Buch weitergelesen und es hat mir wirklich gut getan. Facebook bringt mich, besonders morgens, immer in einen seltsam müden Zustand. Das Lesen von einem Buch dagegen ist entspannender und ausgleichender. Heute Abend findet eine Veranstaltung in Darmstadt statt, die ich gerne besuchen möchte. Das Event selbst kann ich mir zwar auf der Webseite ansehen, aber ich kann nicht herausfinden, wie viele von meinen Freunden daran teilnehmen, ohne jeden einzeln anschreiben zu müssen. Bekannte kann ich ohnehin nicht fragen und es wäre auch viel zu umständlich, da ich die Handynummern von ihnen nicht habe. An den Wochenenden ist mir zwischenzeitlich immer mal wieder etwas langweilig. In solchen Momenten fehlt mir Facebook schon ein wenig. Aber mittlerweile habe ich genug Alternativen, die mich mindestens genauso gut beschäftigen.

 

Tag 7 ohne Facebook

 

Auch heute, am Sonntag, war ich wieder sehr früh wach. Gelesen habe ich heute nicht, sondern mich stattdessen früher fertig gemacht. So hatte ich noch eine Menge Zeit, um mich um den Haushalt zu kümmern, da ich dazu den Nachmittag keine Zeit hatte. Heute ist wie gesagt Muttertag und ich bin zu Kaffee und Kuchen eingeladen. Mein Bedürfnis, in Facebook zu schauen ist über die gesamte Woche stark gesunken und heute hatte ich so gut wie gar keines.

Vielleicht lag es mitunter auch daran, dass ich sowieso nicht gerne an Feiertagen in Facebook gehe. An Valentinstag finde ich das immer am schlimmsten. Gefühlt hat jeder zweite Post mit diesen Festen zu tun und so konnte bzw. musste ich das vermeiden. Trotzdem denke ich, dass es morgen interessant werden wird, wieder in Facebook zu schauen, da ich wahrscheinlich eine ganze Menge verpasst habe. Aber insgesamt gehe ich davon aus, dass ich diese Social Media Plattform insgesamt weniger nutzen werde als früher.

 

Fazit

 

Wie erwartet nutze ich Facebook jetzt viel weniger, als ich es noch vor diesem Experiment getan habe. Es wieder zu installieren hat dafür gesorgt, dass mein Handy beinahe abgestürzt ist und auch das Laden hat sehr lange gedauert. Ganz darauf verzichten kann und will ich nicht. Aber ich habe gemerkt, dass ich es nicht so sehr brauche, wie ich dachte. An meinem ersten Tag, an dem ich wieder auf die Social Media Plattform durfte, war ich nach wenigen Posts schon so genervt, dass ich es wieder ausgemacht habe. Mittlerweile nutze ich die Spiegel App ungefähr genauso häufig wie Facebook. Ein paar Komplikationen gab es zwar in der Zeit, in der ich Facebook nicht genutzt habe, aber insgesamt hat es mir für die Woche sogar gut getan und auch langfristig etwas bewirkt. Ab und zu und gerade in langweiligen Phasen lohnt es sich auf etwas Sinnvolleres auszuweichen.




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